Life is a game. Level up, fail, try again!

Kennst du das Gefühl, wenn du ein Videospiel spielst? Du scheiterst, du versuchst es noch mal, du lernst aus den Fehlern und irgendwann – Zack – steigst du ins nächste Level auf. Genau so betrachte ich das Leben und das Business. Und ganz ehrlich: Wie totlangweilig wäre es bitteschön, wenn wir für immer im gleichen Level hockenbleiben, nur weil es dort so schön sicher und komfortabel ist? Niemand würde sich jeden Tag an die Konsole setzen, um immer und immer wieder dasselbe, einfache Level zu spielen.

Im Business bedeutet das nächste Level vor allem eins: Weiterentwicklung und klare Haltung. Doch genau an diesem Punkt bleiben erstaunlich viele Unternehmerinnen und Unternehmer stecken. Sie trauen sich nicht, den entscheidenden Schritt zu gehen. Warum? Weil sich klar zu positionieren auch Ablehnung bedeutet – und davor haben viele Angst.

Ich weiß das so genau, weil ich anfangs exakt denselben Fehler gemacht habe.

 

Das „Jedem-Gefallen-Wollen“ zieht die falschen Kunden an

Als ich 2023 gegründet habe, wollte ich anfangs vor allem eins: um jeden Preis gefallen und bloß nicht abgelehnt werden. Also glättet man alle Kanten, versucht es jedem recht zu machen und wählt eine weichgespülte Kommunikation.

Das Problem dabei? Wenn du alle Kanten glättest, um ja nirgends anzuecken, denken die Leute vielleicht: „Ja, ganz nett.“ Aber du bleibst einfach nicht hängen. Schlimmer noch: Du fängst an, Dinge und Kundenstrukturen zu tolerieren, die du eigentlich gar nicht willst. Grenzen verschwimmen.

 

Wenn du die Hand hinstreckst und die Leute sich den ganzen Arm nehmen, dann hast du dich bereits positioniert – nur eben falsch.

Unbewusst signalisierst du dem Markt: „Ich bin günstig, ich mache alles sofort und ich bin permanent verfügbar.“ Und das Schlimme im regionalen Netzwerk – sei es hier bei uns im Schwarzwald-Baar-Kreis oder sonst wo – ist: Genau das spricht sich herum. Du ziehst Schnäppchenjäger an, die deine Qualität und deine Arbeit nicht wertschätzen, sondern ausnutzen. Wenn dich deine aktuellen Kundenstruktur also eher aufregt, als dich zu beflügeln, liegt das fast nie an den Kunden. Es liegt an deiner Positionierung.

 

Die Diskrepanz der Weiterentwicklung: „Früher warst du irgendwie anders…“

Sich klar zu positionieren bedeutet, Haltung zu zeigen und auch mal etwas zu sagen oder zu tun, was nicht jeder gut findet. Ja, dann wird es Menschen geben, die das uncool finden. Aber es wird eben auch die geben, die dich genau dafür absolut genial finden und sich exakt deshalb für dich entscheiden.

Oft haben wir aber das Gefühl, wir dürften uns gar nicht so radikal verändern, weil das Umfeld uns „von früher“ anders kennt. Erst neulich habe ich in meinem Podcast MADLY inspired mit Ralf Moßbrugger (Grüße gehen raus!) genau darüber gesprochen (Folge 14). Er hat eine steile Jugend hingelegt und meinte schmunzelnd, dass sich die Leute von früher wahrscheinlich kaputtlachen, wenn sie hören, dass er heute meditiert und sich intensiv mit persönlichem Wachstum auseinandersetzt. Aber hätte er darauf Rücksicht genommen, stünde er heute nicht da, wo er ist.

Surprise, Surprise: Wir entwickeln uns weiter. Und das ist verdammt gut so. Und wenn du versuchst, alle anzusprechen, sprichst du niemanden an. Premium-Kunden mit hohem Anspruch suchen keine glattpolierte Massenware – sie suchen Persönlichkeiten mit Profil.

 

Der „Ungefiltert-Test“: Wo liegt dein wahrer Fokus?

Dass man es ohnehin nie allen recht machen kann, hat mir eine andere wunderbare Gästin in meinem Podcast gezeigt: Alina Bartler, Geschäftsführerin der bekannten Brautgalerie Geli Bartler aus dem Brigachtal. Sie betreibt ein fantastisches Business, bietet High-End-Beratung und teilt auf Instagram viel Persönliches. Und prompt kam eine Nachricht von jemandem, dem das „zu persönlich“ war und der deshalb entfolgt ist. Es zeigt doch: Die Leute finden immer ein Haar in der Suppe. Also such dir doch einfach aus, wem du es gerne recht machst!

Ein kleiner Tipp, wie du herausfindest, wofür du wirklich stehst:

In meinem Podcast bekommen meine Gäste die Fragen vorab absichtlich nicht. Dadurch kann sich niemand Antworten im Kopf zurechtlegen, nichts zerdenken oder etwas konstruieren, was zwar schön klingt, aber nicht der Wahrheit entspricht. Alles kommt ungefiltert aus dem Bauch heraus. Und genau in diesen Momenten zeichnet sich die echte Positionierung ab: Die Themen, die im Gespräch immer und immer wieder ganz natürlich an die Oberfläche sprudeln – das ist dein Sweet Spot. Das ist das, was dich wirklich antreibt.

Wenn das, was dich im Inneren bewegt, mit deinem äußeren Markendesign und deiner Kommunikation matcht, entsteht eine unverwechselbare Identität. Keine austauschbare Werbeagentur-Floskel, sondern eine echte Marke.

 

 

Bereit für dein nächstes Level?

Wenn du merkst, dass dein aktueller Außenauftritt deine wahre Vision und die Qualität deiner Arbeit gar nicht mehr richtig widerspiegelt, dann lass uns reden. Kein schwammiges Blabla, sondern strategischer Markenaufbau mit Kante.